Newsletter 29.07.18 – Zentralbad stoppen! | Bürgerentscheid macht Weg frei für neue Bonner Beteiligungskultur!

Newsletter 29.7.2018
„Stadtteilbäder retten – Zentralbad stoppen!“

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„Kein Vormarsch ist so schwer wie der zurück zur Vernunft.“

(Bert Brecht)
Liebe Freundinnen und Freunde unserer Bonner Stadtteilbäder,
liebe Zentralbadgegnerinnen und -gegner,

Wir schreiben Geschichte:
Bürgerentscheid „Zentralbad stoppen!“ ist größter Bonner Bürgerbeteiligungsprozess
Bevor es am kommenden Wochenende zur Stimmenauszählung im Bürgerentscheid „Zentralbad stoppen!“ kommt, steht unabhängig vom Ausgang des Bürgerentscheids eines bereits fest: Die Wahlbeteiligung von knapp 40% bei 97.576 Abstimmenden im ersten Bürgerentscheid „Kurfürstenbad bleibt!“ wird im aktuellen zweiten Entscheid um die Zukunft der Bonner Bäderlandschaft noch einmal deutlich getoppt! Wie die Bonner Rundschau berichtete, hatten bis Donnerstagnachmittag vergangener Woche – also gut 8 Tage vor Ende der Abstimmungsfrist – bereits mehr als 86.000 Bonner Bürgerinnen und Bürger ihre Stimme abgegeben. Damit ist sicher, dass die Wahlbeteiligung von knapp 40% im ersten Entscheid in diesem Jahr noch einmal deutlich überschritten wird. Und es wird spannend zu sehen, ob die Wahlbeteiligung im Bürgerentscheid „Zentralbad stoppen!“ höher liegen wird, als bei der Wahl von Ashok Sridharan in 2015.
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Mit anderen Worten: Wir erleben und sind gerade Teil des größten und umfangreichsten Bürgerbeteiligungsprozesses, den es in Bonn je gegeben hat. Und der vom Bonner Oberbürgermeister, seiner Ratskoalition und den Funktionären des Stadtsportbunds bei der Zentralbadentscheidung bewusst vermieden und bis heute nicht unterstützt und gefördert wurde (Nichtversand Abstimmungsheft, Löschung zentralbadkritischer Facebookbeiträge auf OB-Account,…) , sondern aktiv bekämpft und behindert wird.

Wir haben uns unser Recht aufs Mitdenken, Mitreden und Mitbestimmen gegen den Willen und Wunsch von Stadtspitze und Ratskoalition erstritten – und darauf dürfen wir alle als Bürgerinnen und Bürger dieser Stadt ein wenig stolz sein. Weil es eben nicht selbstverständlich ist, in einer Stadt, die von echter Bürgerbeteiligung meilenweit entfernt ist, mitentscheiden zu können, bevor Grundsatzentscheidungen getroffen werden. Und eine neue Beteiligungskultur nur dann Realität wird, wenn wir diese breite Beteiligung zu allen wichtigen stadtpolitischen Fragestellungen einfordern, wie wir es gerade tun. Heute – und in Zukunft!

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Bürgerbegehren für den Erhalt des Honnefer Stadtgartens läuft

Was wir in Bonn erleben, erleben Bürgerinnen und Bürger in unserer Nachbarkommune Bad Honnef gerade beim vor Kurzem eingeleiteten Bürgerbegehren „Rettet unseren Stadtgarten“, dass sich gegen die Zerstörung der zentralen Bad Honnefer Grünfläche wendet. Historie, konkreter Ablauf des Begehrens wie Reaktionen und Äußerungen der Entscheidungsträger bei Stadt und herrschender Ratskoalition lesen sich wie eine Wiederholung dessen, was wir in Bonn in der Bäderfrage bereits „am eigenen Leibe“ erfahren haben: Stadt und Ratskoalition spielen sich die Bälle zu, nutzen über die Gestaltung von Fristen oder Informationen städtische Mittel und Möglichkeiten, um das Bürgerbegehren zu diskreditieren und der das Bürgerbegehren tragenden Initiative ( Website der Initiative) zu schaden. Wir drücken unseren Mitbürgerinnen und Mitbürgern auf der anderen Rheinseite die Daumen. Und wünschen der Bürgerinitiative „Rettet unseren Stadtgarten!“ viel Kraft und das notwendige Durchhaltevermögen!

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Vandalismus gegen Plakate der Zentralbadgegner
Währenddessen gehen die Versuche fanatischer Zentralbadbefürworter weiter, die Bürgerinitiativen mundtot zu machen. Die vom Bürger.Bad.Godesberg e.V. und der Frankenbadinitiative für den Bonner Freibädern aufgehängten Plakate mit den Preisinformationen zu den doppelt bis dreifach höheren Eintrittspreisen im geplanten Zentralbad wurden vor Rüngsi und Friesi abgerissen. Wir meinen: Geht gar nicht! Und das nicht nur im Hinblick auf den aktuellen Plakatvandalismus, sondern auch und gerade im Hinblick auf die geplanten teuren Eintrittspreise, die es vielen Bonnerinnen und Bonnern und insbesondere ärmeren Familie unmöglich machen würden, im öffentlichen Hallenbad zukünftig Schwimmen zu gehen.

Letzte Woche – letzte Chance: Flyerverteilung an Haushalte noch möglich!


Nach wie vor haben wir noch einige tausend Restflyer unserer Kampagne „Rettet die Bonner Schwimmkultur!“ auf Lager, die auf Verteilung im Stadtgebiet warten. Wer also noch ein paar Stunden Zeit und Lust hat, ist herzlich aufgerufen, diese auf eigene Faust tagsüber oder am Abend unter die Leute respektive in die Haushalte zu bringen. Denn klar ist: Viele Bürgerinnen und Bürger bilden sich derzeit noch ihre Meinung. Und entscheiden sich erst im letzten Moment. Und wir glauben: Jede Stimme zählt! Kurze Email an Philipp unter kontakt@recht-auf-schwimmen.de reicht!

Jetzt Mitverantwortung übernehmen – jetzt spenden!

Falls Sie es noch nicht getan haben, dann bitten wir jetzt noch einmal um Ihre großzügige Spende. Denn jede Kampagne braucht nicht nur Engagement rund um die Uhr, sondern auch ein Minimum an finanziellen Mitteln. Deshalb brauchen wir Ihre Spende jetzt über startnext für die Arbeit von Philipp als Koordinator unserer Gesamtkampagne oder per Überweisung zugunsten des Recht auf Schwimmen e.V. , GLS-Bank Bochum, IBAN DE77430609674125161500. Alles in allem haben wir zwar bereits mehr als 2000€ an Spenden gesammelt. Aber unser Crowdfundingziel bei startnext und die bisherigen Gesamtausgaben für unsere Kampagne liegen bei mehr als 4000€. Und die müssen wir in den kommenden 8 Tagen einsammeln – sonst ist die Aktion gescheitert – und wir als Verein Recht auf Schwimmen e.V. müssten für die angelaufenen Kosten einstehen – notfalls persönlich. Deshalb ist es unser Ziel, bis zum Ende des Bürgerentscheids am 3.8. nicht nur genug JA-Stimmen für unsere Stadtteilbäder zu sammeln, sondern auch die die entstandenen Kosten sauber zu finanzieren. Und das können wir nur, wenn Sie Ihren Teil dazu beitragen.

Wenn Sie also schon immer spenden wollten und sich bisher nicht dazu durchringen konnten: JETZT ist der Moment, Ihren guten Vorsatz in die Tat umzusetzen!

Besten Dank!

Zentralbad stoppen!

Stadtteilbäder retten!
Bonn dezentral weiterentwickeln!
Ihre Kurfürstinnen und Kurfürsten
Ihre Frankenbadretterinnen und -retter

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